Satz mit „Mix“ in Kaiserslautern

Am zweiten Wochenende dieses noch jungen Jahres machten sich 2 Spielerinnen und 12 Spieler auf nach Kaiserslautern zum alljährlichen Mixedturnier. Neben erfahrenen Spielern, die unter anderem schon in der zweiten Liga ihr Lehrgeld zahlten, waren auch ein paar der jungen Wilden aus der Wasserballschule von Andreas Görge dabei. Dies wurde anfangs noch etwas kritisch beäugt, auf Grund der körperlichen Unterlegenheit gegenüber erwachsener Spieler beim Turnier und der davon ausgehenden Gefahr für Leib und Seele der Nachwuchstalente.
So startete der WSV mit dem körperlich stärksten Aufgebot gegen den PSV Stuttgart, dass an diesem Wochenende zur Verfügung stand. Doch schien hier die Abstimmung noch nicht ganz zu stimmen und auch schien manch einer noch nicht ganz wach zu sein bzw. war es nicht gewohnt, ohne Aufwärmphase im Wasser an die 100% der eigenen Leistung heranzukommen. Nach einem, aus ludwigshafener Sicht, großen „Krampf“, ging man mit 8:5 nach zweimal sieben Minuten aus dem Wasser.
Der nächste Gegner in der Gruppenphase war kein unbekannter. Bereits in Pilsen hatte man der Uni Karlsruhe anfang der Saison gegenüber gestanden und kannte somit den Gegner recht gut. Vor allem der Shootingstar der Karlsruher – Torwart der ersten Mannschaft des WSV Ludwigshafen, Simon Sommer, der hier im Feld agierte – war dem Team von Betreuer Tom Sieger bekannt. Trotz des verschlafenen ersten Spiels hieß auch hier die Taktik: erst die große Elite und dann langsam die kleine Elite integrieren, um den Sieg nicht zu gefährden. Allerdings war dies nie der Fall. Auch ohne ältere Spieler im Wasser zeigte sich der WSV brandgefährlich. Chris Ziehmer mit 2, sein Bruder Jannick, Altersgenosse Niels von Recum (alle Jahrgang 2000), sowie U19-Spieler Ivan Krizmanic mit je einem Tor zeigten dem begeisterten Publikum, wie man völlig cool das Sportgerät im Netz versenkt und nahmen lediglich ein Gegentor hin. 11:2 Endstand nach 14 Minuten. Somit war das letzte Spiel gegen Stolberg das Entscheidungsspiel um den Einzug in die Finalgruppe der Gruppensieger. Ein Sieg gegen die Rheinländer mit drei oder mehr Toren musste her.
So startete Ludwigshafen erneut mit den massiveren Spielern und zeigt von Beginn an den Siegeswillen, konnte sich aber bis zur Halbzeit nicht entscheidend absetzen. Jedoch schaltete man in der zweiten Halbzeit noch einen Gang hoch und putze Stolberg mit 11:7 von der Platte und stand somit mindestens als Dritter des Turniers fest.
Am Sonntag folgten die letzten zwei Spiele in der Finalgruppe. Der erste Gegner und Vorjahressieger Ingolstadt hatte bereits gegen den Gastgeber Lautern eine ordentliche Niederlage, zwecks Schlafmangel einstecken müssen. So agierten sie gegen Ludwigshafen entschieden wacher. Mit vereinten Kräften aller Spielerinnen und Spieler rette man sich mit einem knappen 8:7 über die Zeit und konnte nun durch einen Sieg gegen den Gastgeber, sogar noch Turniersieger werden. Die Hausherren wollten sich den Triumph jedoch nicht nehmen lassen. Kampflos wollte man sich aus ludwigshafener Sich allerdings auch nicht geschlagen geben – vor allem die junge Garde nicht. Während Chris Ziehmer vorne die Hälfte der vier Ludwigshafener Tore machte, zeigte Jannick seine Cleverness in der Abwehr unter anderem als Centerverteidiger, gegen die Legende vom Betzenberg Stefan Stranz. Nach einem souveränen 10:4 für den Schwimmklub aus dem Pfälzer Wald konnte man als verdienter Zweitplatzierter des Turnier mehr als zufrieden und erschöpft die Heimreise antreten. Allerdings galt dies nicht für Niels von Recum, Vincent Schallert, Chris und Jannick Ziehmer. Nach dem Turnier machten sie sich mit Jugendtrainer Andreas Görge auf den Weg nach Homburg, um dort ein Spiel in der U15-Liga zu bestreiten (Bericht folgt).

Toschützen: Florian Löw (8 Tore), Moritz Kühner (7), Robin Buchheit, Tassja Buchheit, Oliver Görge, Tom Sieger, Stefan Wambsganß, Chris Ziehmer (je 3), Christian Hartard, Ivan Krizmanic (je 2), Niels von Recum, Jannick Ziehmer (je 1)