Pflichtsieg mit Startschwierigkeiten

18.01.2014. Das Anton-Fingerle-Bad in München ist in der zweiten Liga sehr bekannt. Gerade mit der Mindesttiefe von 1,80 ausgestattet, wirkt es zudem noch kürzer und schmäler als normal. Doch die Gegner, sei es München oder, wie in diesem Fall, Fürstenfeldbruck, sind meist etwas größer. Obwohl Trainer und Taktikfuchs Uwe Dessloch in der Woche vor dem Pokalspiel das heimische Becken durch Leinen verengen ließ, ist es in München doch immer wieder ein anderes Gefühl zu spielen. Und so kam es, dass man zwar von Beginn an den erwarteten Druck spielerisch auf den Oberligisten aus Bayern aufbaute, jedoch nichts Zählbares heraussprang. Dies schien zumindest anfänglich für Respekt zu sorgen. Doch da die Gäste aus Ludwigshafen „ums Verrecken“ den Kasten nicht trafen, nahmen die Wasserratten das Konzept selbst in die Hand und markierten den ersten Treffer durch ihren langen Center Sven Kesberger. Ein Weckruf für die Chemiestädter, die nun gesehen hatten, wie es geht. Kapitän Johannes Schmitz, Torjäger Martin Görge und Wurfwunder Laszlo Toth sorgten innerhalb der nächsten vier Minuten für eine verdiente Führung. Bis zur ersten Pause trafen beide Teams noch einmal. Für das Team von Uwe Desslochs „Musleffln“ traf „Balkanleffl“ Lovre „Raki“ Rak.
Nach der Pause ein unverändertes Bild. Wieder schafften die Hausherren aus der Region um München den ersten Treffer und Ludwigshafen legte mit drei Toren nach. Doch entscheidend absetzen konnte man sich immer noch nicht. Von den in der ersten Hälfte gespielten fünf Überzahlsituationen konnten lediglich zwei verwandelt werden. Und auch sonst war man eher damit beschäftigt, das Gebälk auf Festigkeit zu testen, anstatt das Netz zu proben.
Letztlich brachte das dritte Viertel die Entscheidung. Mit einem Viertelergebnis von 7:2 aus Sicht der Chemiestädter zeigte man den Hausherren endlich wo der Hammer hängt. Somit konnte auch das Trainergespann Dessloch/Becker dem erweiterten Kader ihrer ersten Mannschaft wieder einmal genügend Einsatzzeit bieten. Der Offensive schien dies nicht weiter zu schaden und so wurden auch im letzten Viertel sieben Bälle im gegnerischen Tor versenkt. Lediglich die Abwehr stand nun etwas wackeliger und musste noch einmal fünf Tore hinnehmen.
Auch von Kuriositäten blieb das Spiel nicht verschont. So traf „Leichtgewicht“ Stefan Wambsganß einen Gegner aus versehen bei einer Schwimmbewegung am Kopf und sorgte somit für eine ordentliche Platzwunde knapp über dem Auge des Bayern. Weder diese Aktion, noch der schwere Start gegen hart aber fair verteidigende Bayern trübte die Stimmung beim anschließenden Siegesschmauß im Paulaner Bräuhaus nach dem Spiel.

Torschützen des WSV: Martin Görge (8 Tore), Laszlo Toth (5), Johannes Schmitz, Lovre Rak (je 3), Oliver Görge, Benjamin Hettich, Henri Nachtrieb (je 1)